+ 16.04.2013
33 Jahre alt
In der Produktion „Isaak
Brandwein, Geschichten aus dem Shtetl“ spielte Karin ihre erste Rolle. Jana,
die Tochter des Isaak Brandwein, verlässt ihre Familie, und sie verabschiedet
sich mit den Worten:
Ich will gehen
vertrauen
dass ich meinen Weg
finde.
Karin ist gegangen. Leise.
Sie hat sich auf den Weg gemacht. Uns bleiben die Stille und
die Erinnerung, in der sie zu uns spricht.
Fast zwanzig Jahre war Karin
im Theater im Polygon im Jugendhaus Fellbach aktiv. Anfangs neugierig,
wissbegierig, bereit, sich auf das Abenteuer Bühne, Rollen und Darstellung
einzulassen, später dann nicht nur am Schauspiel interessiert, wollte sie alles wissen, so
wie es ihre Art war, konsequent und verantwortungsbewusst.
Karin setzte also ihr Wissen
und ihre Fähigkeiten nicht nur im Spiel auf der Bühne ein, sondern war auch als
Choreografin im Hintergrund, als Technikerin mit enormem Sachverstand tätig.
Über 10 Jahre gestaltete sie die Arbeit des Theaters im Vorstand des Förderverein Polygon e.V.
Karin liebte die Arbeit im
Polygon, liebte die Arbeit mit den Kollegen auf der Bühne, war immer
ansprechbar, wenn es galt, Auftritte, Veranstaltungen und Gastauftritte zu
organisieren, sie vor- und nachzubereiten. Sie war Chronistin im besten Sinne,
hilfreich für alle Unternehmungen. Und als wichtiger Faktor: Sie gab ihr Wissen
weiter.
Wir verlieren mit Karin
einen wichtigen Menschen, einen verlässlichen Menschen, eine Freundin, die sich
mit viel Liebe und Leidenschaft für das Theater, fürs Jugendhaus engagierte.
Wir werden Karin sehr vermissen. |